VVV-Mitgliederversammlung

18. März 2019, 19:30 im Gemeindehaus der evangelischen Kirche.

 

Wir vom Vorstandsteam möchten uns ganz herzlich für Ihre Unterstützung im vergangenen Jahr bedanken.

Wir freuen uns, Ihnen am 18.3. 2019 um 19.30 im Gemeindehaus der Ev. Kirche einen kurzen Abriss der Aktionen, Ereignisse und Erfolge des vergangenen Jahres zu geben. Gleichzeitig möchten wir mit Ihnen einen Ausblick in kommende Projekte wagen.
Zum Weiteren steht die Wahl des Vorstands inklusive der Beisitzer/-innen auf der Tagesordnung.

Es wäre schön, wenn Sie sich an diesem Abend Zeit nehmen können für unser schönes Bergisch-Neukirchen!

 

Tagesordnung:

1. Begrüßung durch die Vorsitzenden

2. Tätigkeitsbericht des Vorstands

3. Kassenbericht

4. Bericht zur Kassenprüfung

5. Entlastung des Vorstands

6. Wahl des neuen Vorstands

7. Wahl der Kassenprüfer

8. Ausblicke auf 2019

9. Verschiedenes


Örtlichkeit auf openstreetmap

Verschönerung Plattenbusch-Wäldchen

9. Februar 2019, 10:00 Uhr, Treffpunkt Plattenbusch-Wäldchen

Vor lauter Morast und Schlamm ist der Fußweg durch das Plattenbusch-Wäldchen kaum mehr passierbar. Wir wollen daher versuchen diese Ablagerungen zu beseitigen und dadurch den ursprünglichen Weg wieder frei zu legen. Astschere, Harke und Schubkarre – vor allem eine Schaufel - wären hilfreich.
Wir bringen aber auch schon etwas Werkzeug mit.

 

Danke für eine tatkräftige Unterstützung. Viele Spaziergänger werden es uns danken!

 
Treffpunkt auf openstreetmap

Narzissen-Pflanz-Aktion und Herbstspaziergang „auf den Spuren der Fabrikantenfamilie Tillmanns“

14. November 2018, Sonntag 13:30 Uhr und 14:30 Uhr

Über Jahrzehnte war Familie Tillmanns mit ihrer Schraubenfabrik der wichtigste Arbeitgeber in der Region und hatte damit auch eine enorme Bedeutung für die Entwicklung von Bergisch Neukirchen. Von der damaligen Pracht zeugen heute noch die Gründerzeitvillen mit ihren Gartenanlagen.

Wir wollen Sie zu den parkähnlichen Gärten und Villen sowie das ehemalige Fabrikgelände führen. Dabei bleiben wir nur auf öffentlich zugänglichem Gelände, können die privaten Gärten und Villen also nicht von innen besichtigen. Dieser Spaziergang beginnt um 14:30 Uhr im Tillmanns Park (Burscheider Str. 61).

Zuvor wollen wir uns mit der Pflanzaktion speziell an Familien mit Kindern wenden. Nach Rücksprache mit der Stadt Leverkusen dürfen wir im Tillmanns Park eine Narzissen-Wiese anlegen. Wir wollen diesen besinnlichen Park im Zentrum von Bergisch Neukirchen hoffentlich dauerhaft verschönern. Wir hoffen, dass gerade die beteiligten Kinder das Wachsen, Blühen und Verwelken „ihrer“ Pflanzen im Jahresverlauf verfolgen können. Wir setzen die Narzissen-Zwiebeln um 13:30 Uhr im Tillmanns Park (Burscheider Str. 61). Natürlich sind auch Erwachsene sehr willkommen.

Fahrraddemonstration zur Verlängerung der Balkantrasse

16. Juni 2018

Anstelle eines Arbeitseinsatzes hatten wir aufgerufen, an der Fahrraddemonstration zur Verlängerung der Balkantrasse vom Imbacher Weg zum Bahnhof Opladen teilzunehmen. Der Förderverein Balkantrasse hatte die Demonstration organisiert. Wir schlossen uns den Forderungen nach einem raschen Ausbau an und erklärten im Aufruf an unsere Mitglieder:

Der Lückenschluss auf der Balkantrasse bis zum Bahnhof Opladen würde gerade für uns Bergisch Neukirchener erheblichen Nutzen bringen. Endlich könnten wir völlig frei von Autoverkehr direkt bis zum Bahnhof und in die Stadtmitte Opladen radeln. Außerdem könnte sich ein Teil des belastenden Durchgangsverkehrs vom Auto auf das Rad verlagern.

Etwa 20 Mitglieder unseres Vereins folgten dem Aufruf und schlossen sich den insgesamt rund 150 Fahrrad-Demonstranten an. Mit unseren eigenen Plakaten stellten wir uns am künftigen End- und Startpunkt des Balkantrassen-Radwegs am neuen östlichen Parkplatz am Opladen Bahnhof auf und nahmen dann am Fahrrad-Corso bis hinauf zum jetzigen Ende des Radwegs am Imbacher Weg teil. Die regionale Presse berichtete umfangreich.

Unsere VVV-Plakate „mit dem Rad zum Zug“ sollten daran erinnern, dass die Stadt Leverkusen den bereits 2016 beschlossenen Lückenschluss des Radwegs endlich umsetzt. Deshalb hingen wir die Plakate neben der Balkantrasse an der Stadteilgrenze zwischen Bergisch Neukirchen und Opladen auf. Doch Unbekannte zerstörten die Plakate nach gerade mal zwei Tagen.  

Bericht über die Vorführung: Die letzte Fahrt des „Balkanexpress“ am 31. Mai 1991

VVV und Förderverein Balkantrasse hatten gemeinsam eingeladen. Mit dem Film über die letzte Fahrt des sogenannten Balkanexpresses im Mai 1991 hatten wir das Interesse des Publikums voll getroffen. 183 Personen strömten in den Gemeindesaal der evangelischen Kirche. Die Autorin des Films, Christa Adams aus Atzlenbach, gab eine ganz persönliche Einführung und erläuterte die Entstehung des Films. Ihre so treffenden Worte geben wir an dieser Stelle gerne wieder:

 

 

>>> Guten Abend und vielen Dank für die Einladung!

 

Mein Name ist Christa Adams. Ich freue mich, hier noch einmal den Film „Unternehmen Vergangenheit – Der Balkanexpress“ zeigen zu können. Die Bahnlinie von Opladen nach Lennep ist sowohl Heimat- als auch Familiengeschichte für mich. Denn ich bin ein Kind der Strecke:

 

1881 wurde mein Urgroßvater als Streckenläufer von Neviges nach Kuckenberg in Burscheid versetzt und bezog mit seiner Familie ein kleines Haus. Seine Frau verdiente sich als Schrankenwärterin an der Straße nach Dierath noch etwas dazu.

 

Das kam mir in den Sinn, als im April – Mai 1991 die letzten Züge fuhren und die Bahn gleichzeitig Werbung machte mit den Worten „Unternehmen Zukunft – die Deutsche Bahn!“

 

Es blieb nicht mehr viel Zeit, die letzten Fahrten der Züge, die nur noch aus Akku-Triebwagen bestanden, mit einer Video-Kamera aufzunehmen. Die wenigen Fahrgäste waren entweder Schüler oder Leute mit Kameras. Doch nur wenige machten auch Film-Aufnahmen.

 

Bei der allerletzten Fahrt am 31. 5. 1991 fand ich Unterstützung von den Bewohnern von Grund- und Atzlenbach. Mehrmals konnte ich an diesem Tag den Zug aufnehmen, bevor wir uns am Nachmittag alle am Haltepunkt Grund trafen und in den schon sehr besetzten Zug nach Opladen einstiegen. Zum Schluss bestand der Zug aus 4 Triebwagen.

 

Da es gleichzeitig unser Hochzeitstag war, spendete mein Mann ein Fässchen Bier, das aber im falschen Wagen stand.

 

In Opladen aussteigen konnte man nicht. Selbst der Schaffner hatte Mühe, überall Karten zu verkaufen. Deshalb wurde es meine einzige Schwarzfahrt. Statt Fahrgeld gab ich dem Schaffner später den Text unseres Abschiedsliedes. In Opladen wartete unser Sohn mit einer 2. Kamera, um die Ein- und Abfahrt der allerletzten Fahrt zu filmen.

 

Es wurde eine sehr lange Fahrt. Überall versuchte man, den Zug aufzuhalten. Beim letzten Halt in Grund hatte wieder jemand die Notbremse gezogen, so dass der Zug noch etwas länger stehen blieb, bevor er mit erheblicher Verspätung in Opladen aufs Abstellgleis fahren konnte.

 

Das Ergebnis meiner Aufnahmen waren mehrere Kassetten und ein Tagebuch mit Abfahrtszeiten, Orten und der Richtung entweder nach Lennep oder nach Opladen. Daraus ließ sich ein Drehbuch erstellen.

 

Lange brachte mich das nicht weiter. Bis ich 1999 Kontakt zu einer Gruppe Eisenbahnfreunde bekam. Ein Jahr trafen wir uns regelmäßig, um eine Ausstellung über den Balkanexpress vorzubereiten. Dabei lernte ich viel über Eisenbahnen. Mit der technischen Unterstützung meines Sohnes konnte der Film geschnitten und kommentiert werden.

 

Die Ausstellung fand 2001 nicht statt, aber Kurt Kaiß aus Leichlingen hatte sein Buch geschrieben und mein Film war fertig geworden.

 

Wenn der Balkanexpress jetzt noch einmal fährt, hoffe ich dass es nicht zu langweilig wird. Sollte jemand dabei einschlafen, so ist das im Zug früher bestimmt auch schon mal passiert.

 

Jetzt noch einmal: „Freie Fahrt für den Balkanexpress!“ <<<

 

 

Christa Adams hatte nicht zu viel versprochen. Das Publikum war vom Film gefesselt und fühlte sich um einige Jahrzehnte zurückversetzt. Die einen schwelgten in Erinnerungen über ihre eigenen Fahrten zur Schule oder bei Ausflügen. Die anderen versuchten die einzelnen Punkte auf der damaligen Strecke der jetzigen Bebauung und Bepflanzung zuzuordnen.

 

Der Film dokumentiert einen Ausschnitt der regionalen Zeitgeschichte. Als Christa Adams ihn 2001 mit Hilfe einiger Eisenbahnfreunde fertigstellte, lag die Trasse bereits zehn Jahre brach. Dass hieraus eine Dekade später aus privater Initiative Leverkusens schönster Radweg entstehen könnte, war noch nicht abzusehen. Inzwischen könnten die ganz persönlichen Geschichten über tägliche Schulfahrten oder Familienausflüge am Wochenende wieder fortgeschrieben werden.